Mein Name ist Ella, so steht es in meiner Ahnentafel. Meinen Rufnamen kenne ich noch nicht, das könnte "Hallo", "Puppy", "Kleine", "Süße" oder auch "Tschüss" usw. sein. Als einziges Havaneser-Mädchen habe ich mit meinen drei Brüdern als Welpe Mitte Januar 2009 das Licht dieser Welt erblickt. Ich war die Letzte von uns Vieren und brachte ein Startgewicht von 155 Gramm auf die Waage. Weit im Norden Deutschlands habe ich die ersten 11 Wochen meines Lebens verbracht. Jetzt lebe ich in der Stadt, die früher einmal Hammaburg hieß. Diese Seite wird ein wenig aus meinem neuen Leben und über die Hunderasse der Havaneser berichten. Viel Spaß beim Lesen!
Es ist eine richtige Plage. Jeden Tag werde ich von oben bis unten und von vorn bis unten gekämmt und gebürstet.
Darf ich vorstellen: Meine neue Einraum-Wohnung, leider ohne Ess- und Badezimmer, aber sonst sehr bequem. Keine Angst darin werde ich nicht wohnen, aber doch häufiger mal schlafen oder auch auf Reisen gehen. Meine Spielkameraden in der Welpenspielstunde haben mir schon über diese tollen Boxen erzählt und jetzt habe ich auch solch eine Kiste.
Zwei Wochen sind seit dem letzten Besuch vergangen und daher musste ich wieder zum Onkel-Doc. Tollwut-Impfung stand auf dem Plan. Wir sind wieder zu Fuß zum Doktor gegangen. Das Wartezimmer war gerammelt voll, mehrere Artgenossen (z.B. auch zwei Rauhhaardackel, Boxer, ein normaler Dackel) und auch eine Katze. Mehr konnte ich nicht erkennen.
Jetzt war ich noch in einer dritten Hundeschule zur Welpenspielstunde. Das war wirklich spitze, sehr nette Artgenossen, sehr nette Trainerin und der Fahrtweg in der Blechbüchse ist auch kurz. Nach der Begrüßung durch die Trainerin wurden wir alle von der Leine abgemacht und auf Kommando durften wir loslaufen. Zuerst war ich ein bis zwei Sekunden schüchtern, aber dann ging es schon los.
Heute waren wir wieder in einer Welpenspielstunde. Dieses Mal aber in einer anderen Hundeschule, um mal zu schauen was dort so gemacht wird. Das Tollste gleich zum Anfang, es war noch ein anderes kleines Havaneser-Mädchen da. Die Kleine heißt genauso wie ich, ist aber sechs Wochen älter und kommt aus der Stadt im hohen Norden mit "F".
Jetzt bin ich auch schon einmal in einem Einkaufszentrum gewesen. Frauchen hat mich in ein Körbchen mit meiner Schmusedecke gelegt und erst ein wenig rumgetragen. So konnte ich mir gemütlich alles in Ruhe ansehen. Dort gab es tolle Geschäfte für Damen- und Herrenbekleidung, Schuhe, Konfekt, Kaffe, Tee, Haushaltswaren und vieles mehr.
Das Wochenende hat mich wirklich geschafft. Eigentlich sind die Wochenenden schön, weil dann alle im Rudel zusammen sind, aber dann werden in meinem Garten Sachen gemacht, die ich nicht so toll finde. Dieses Mal hat der Mann den grünen Rasenbelag mit einem lauten Teil gekürzt. Ein fürchterlicher Lärm und der Rasen ist jetzt auch nicht mehr so kuschelig. Muss das sein? So wie ich es verstanden haben, wird das jetzt im Sommer auch wöchentlich geschehen. Da werde ich mir schön die Ohren zuhalten.
Diese Woche habe ich wieder einen Pieks bekommen. Mit Frauchen bin ich per pedes zum neuen Tierarzt gegangen. Unterwegs haben wir noch ein oder zwei Hunde getroffen, die konnte ich aber nur aus der Ferne sehen, spielen wollten die nicht. Im Wartezimmer mussten wir eine ganze Zeit warten. Dort waren wirklich interessante Tiere, nicht nur Hunde, sondern auch Katzen, Meerschweinchen usw. zu sehen.
Die letzte Nacht habe ich ganz alleine in der Küche verbracht. Frauchen hat mir nur ein Handtuch hinterlassen. Nachts ist es ganz schön dunkel, wenn man so ganz allein in einem großen Raum ist. Ich habe nur ein ganz wenig gefiept und leider ging auch eine Notdurft auf die Fliesen.
Gestern habe ich erstmalig den Garten verlassen, nicht alleine, aber immerhin. An der Leine bin ich ein Stückchen auf der Spielstrasse und einen Sandweg hochgelaufen. Hier riecht es doch ganz anders als bei uns im Garten. Der Weg lag vor mir wie eine beschriebene Zeitung. Die große weite Welt wartet auf mich.