Ella-Elle-La

Meine Abreise und Ankunft

Ich bin angekommen

Heute habe ich mein altes Heim im hohen Norden verlassen und bin von drei großen Leuten abgeholt worden. Die hatten mich vorher schon zweimal besucht, ein klein bisschen kannte ich die also schon. Nachdem ich in solch eine Blechdose (die Leute sagen Auto dazu) gesteckt wurde ging es ganz schön lange Richtung Süden. Am Anfang der Fahrt haben mir ganz schön die Glieder geschlottert, aber nach nur wenigen Minuten war alles schon wieder gut und ich konnte die Fahrt auf dem Schoss meines neuen Frauchens genießen. Schlafen mochte ich nicht, dafür war das auch ganz schön aufregend. Die Landschaft flog an mir vorbei und dann waren wir auch schon da.

Bei der Ankunft in meinem neuen Zuhause habe ich festgestellt, dass es hier einen tollen Garten zum Spielen und Herumtollen gibt, das mochte ich schon so gerne in meiner alten Heimat. Dort war ich immer die Letzte, die wieder ins Haus wollte. Ich mich dann erst einmal hier auf dem Rasen aufgehalten und mein erstes kleines "Geschäft" erledigt. Das ist eine gute Stelle, da werde ich jetzt möglichst immer hingehen. Im Garten kann man nicht nur spielen, sondern, und das ist noch viel toller, alles mögliche ankauen und anknabbern. Die Blätter, Blümchen, und das was mal Blümchen werden sollten, Äste und Pflanzen schmecken alle unterschiedlich. Ich habe zwar noch nicht alle probiert, das wird aber in den nächsten Tagen geschehen. Ein Bericht wird dann hier sicher folgen.

In das neue Haus wollte ich anfänglich nicht so gerne gehen, lieber im Garten bleiben, da ist der Himmel auch viel höher. Nach einiger Zeit hat man mich aber doch locken können, mit naja Leckerlies (das mag ich jetzt gar nicht so gerne verraten, das auch ich käuflich bin). In dem Küchenraum waren zwei Schalen für micht aufgestellt. Beide aus hochglänzendem Metall, eines mit Wasser und das andere mit Leckerlies befüllt. Das mochte ich gar nicht, immer wenn ich etwas trinken wollte, hat mich ein anderer Hund vom Grund der Schale angestarrt, wirklich zum Fürchten. Ein wenig getrunken habe ich dann aber doch noch später, der Hund in der Schale hat genauso wie ich auch geschlabbert, seltsame Erfindung. Fressen mochte ich aber aus dem Napf noch gar nicht, dafür füttert man mich im Moment immer ein wenig aus der Hand. Ist doch auch viel persönlicher, als aus diesem Metallteil.

Im Haus habe ich zwei sehr schöne Plätzchen zum Schlummern und Schlafen vorgefunden. Da ist auch das Bild entstanden, das man hier sehen kann. Es war ja schon recht spät am Nachmittag als ich hier in meinem neuen Zuhause ankam. Meine neuen Leute haben dann auch in der Küche gegessen und ich lag ruhig in einem meiner beiden Plätzchen. In dem Kochenraum habe ich ein tolles Körbchen, das ziemlich groß aussieht, wenn ich mich aber strecke fülle ich das schon ganz gut aus (naja, etwas übertrieben, aber das wird schon noch).

Als es Schlafenszeit wurde sind zwei von meinen drei Leute nach oben verschwunden und mein Frauchen (so habe ich das zumindest verstanden), hatte sich im Küchenraum eine Schlafstelle errichtet und mit mir die Nacht in dem Raum verbracht. Das war super. Nachts sind wir dann einmal gemeinsam aufgestanden und sind zusammen in den Garten (genau an die Stelle, die ich schon beschrieben habe) gegangen. Da haben wir dann unser kleines Geschäft gemacht. Ob Frauchen auch, weiß ich es jetzt nicht, war ja dunkel. Dann haben wir noch bis zum nächsten Morgen schön geschlafen und dann kamen die anderen beiden auch wieder zu uns. Über meinen ersten ganzen Tag hier berichte ich später. Aber eines vorab: Es ist alles noch furchtbar aufregend, geweint habe ich aber nicht.

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